English Version below
Am 11. Juni 2024 hat die Jury
Andreas Spering, Chefdirigent der Brandenburger Symphoniker
Markus Rindt, der Intendant der Dresdner Sinfoniker
Errico Fresis, Dirigent, Professor an der UdK Berlin
Marko Nikodijević, Komponist und Preisträger der 3. Brandenburger Biennale
Gabriel Teschner, Composer Manager & Repertoire Manager Boosey & Hawkes / Sikorski
nach zweitägiger Sitzung die Preisträger des Komponistenwettbewerbes 8. Brandenburger Biennale aus 232 Bewerbungen aus aller Welt ausgewählt:
Den mit 5.000 Euro dotierten Komponistenpreis erhält: Stefan Beyer, Berlin
Den da capo-Preis erhält: Artur Akshelyan, Armenien/Schweiz/USA für sein Stück “Three Pieces for Orchestra”
Der Komponistenpreis ist eine Auftragskomposition für die Brandenburger Symphoniker. Der da capo-Preis ist die Aufführung des prämierten Stückes durch die Brandenburger Symphoniker.
Beide Stücke werden im Rahmen der Sinfoniekonzerte der Spielzeit 2025/2026 im Brandenburger Theater gespielt werden.

After a two-day meeting, on June 11, 2024, the jury consisted of
Andreas Spering, chief conductor of the Brandenburg Symphony Orchestra
Markus Rindt, the artistic director of the Dresden Symphony Orchestra
Errico Fresis, conductor and professor at the UdK Berlin
Marko Nikodijević, composer and prizewinner of the 3rd Brandenburg Biennale
Gabriel Teschner, Composer Manager & Repertoire Manager Boosey & Hawkes / Sikorski
assigned the following awards:
the composer prize, endowed with 5,000 euros, goes to: Stefan Beyer, Berlin
the Da capo prize for his piece „Three Pieces for Orchestra“ goes to: Artur Akshelyan, Armenia/Switzerland/USA
The composer prize is a commissioned composition for the Brandenburg Symphony Orchestra. The Da capo prize is the performance of the prize-winning piece by the Brandenburg Symphony Orchestra.
Both pieces will be performed as part of the symphony concerts of the 2025/2026 season at the Brandenburg Theater.


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Nach Auswertung der Partituren und Tonaufnahmen war sich die Jury – Peter Gülke (Chefdirigent der Brandenburger Symphoniker)/ Andreas Preißer (Brandenburger Symphoniker), Nuria Nunez Hierro (Finalistin der 6. Brandenburger Biennale), Javier Torres Maldonado (da capo -Preisträger der 5. Brandenburger Biennale), Boudewijn Cox (Komponist, Antwerpen) und Markus Rindt (Intendant der Dresdner Sinfoniker) am Ende schnell einig geworden. Der mit 5000,- Euro dotierte Kompositionsauftrag für die Brandenburger Symphoniker geht an den italienischen Komponisten Pasquale Corrado (37). Der da capo-Preisträger der 7. Brandenburger Biennale ist der Chilene Pablo Galaz Salamanca (33) mit seinem Werk „Geometría Elemental“.
Nach seinem erfolgreichen Studienabschluss am „G. Verdi“-Konservatorium in Mailand bei Alessandro Solbiati (Komposition) und bei Daniele Agiman (Dirigieren), erhielt Pasquale Corrado Kompositionsaufträge für namhafte Festivals wie u.a. für die Biennale Venedig, dem internationalen Festival der zeitgenössischen Musik. Er besuchte Meisterkurse bei Luca Francesconi, Stefano Gervasoni, Luis De Pablo, Ivan Fedele, Luis Andriessen, Fredèric Durieux, Helmut Lachenmann und arbeitete auch als Dirigent mit u.a. dem Symphonie-orchester des Bayerischen Rundfunks zusammen.
Seit 2001 ist er Musikalischer Leiter und Arrangeur des Orchesters RAI (Italienisches Nationalfernsehen) „Suoni del Sud“ und dem Sinfonieorchester „U. Giordano della Provincia di Foggia“ . Er arrangiert die Musik für die unterschiedlichsten Fernsehformate und arbeitet mit nationalen und internationalen Sängern diverser Musikrichtungen zusammen.
Pablo Galaz Salamanca begann seine musikalische Ausbildung auf der klassischen Gitarre. 2010 machte er sein Diplom an der „Faculty of Arts“ der Universität von Chile, wo er bei Aliocha Solovera, Cirilo Vila und Jorge Pepi Alos studiert hatte. Galaz setzte bis 2012 seine Studien im Fach Komposition am „Conservatoire de Paris“ in der Klasse von Stefano Gervasoni fort und schloss dort mit einem Master of Music ab. Er absolvierte Spezialkurse für Komponisten am IRCAM in Paris. Zusätzlich besuchte er Seminare und Meisterkurse von zeitgenössischen Tonschöpfern wie u. a. Georges Aperghis, Mark Applebaum, Hugues Dufourt, Brian Ferneyhough, Ivan Fedele, Luca Francesconi und Mathias Spahlinger. Erst 2014 war er Franz-Liszt-Stipendiat der Musikhochschule Weimar. Galaz‘ Werke sind sowohl in seiner Heimat Chile als auch in Europa bereits mehrfach zur Aufführung gekommen.
An der Ausschreibung haben sich 236 Bewerber beteiligt, 59 aus Deutschland, gefolgt von 26 aus den USA, 23 aus Italien, 19 aus Großbritannien und Österreich, 16 aus Frankreich und 9 aus Polen. Bemerkenswerterweise gab es je eine Bewerbung aus Südafrika, der Türkei, Hong Kong, der Volksrepublik China, den Philippinen, Estland, Weißrussland, Zypern und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Einsendungen aus Brasilien waren sogar mehrfach vertreten.
„Ich habe die Brandenburger Biennale von Anfang an begleitet, und es ist sehr auffällig, dass der Wettbewerb mittlerweile ein internationales Renommé genießt, wobei die Qualität der eingereichten Werke kontinuierlich gestiegen ist“, so Markus Rindt, Intendant der Dresdner Sinfoniker.
Javier Torres Maldonado lobte den frischen , neuen Blick der beiden Preisträger, und die musikalische Raffinesse, mit der Pasquale Corrado und Pablo Galaz Salamanca zu Werke gehen. Natürlich seien auch Kompositionen eingereicht worden, die schnell durch das Raster fielen. „Der Walt Disney-Stil, Hollwood’sche Filmmusik oder Johann Strauß, in versuchter Adaption ist dann doch nicht das, was wir suchen,“ scherzt Javier Torres Maldonado.
Nuria Nunez Hierro und Boudewijn Cox attestierten den eingerichten Werken der Preisträger eine sehr gute Instrumentierung, volle Klangfarben und eine klare Formensprache. Zusammen alles sehr beeindruckend, weshalb bei der Auswahl am Ende alle Stimmen der Juroren auf Pasquale Corrado und Pablo Galaz Salamanca fielen.
Anca Güntsch, Fördervereinsvorsitzende der Brandenburger Symphoniker und maßgebliche Mitinitiatorin der Brandenburger Biennale, freut sich über die glückliche Auswahl der Jury. „„Wir möchten endlich mit dem Irrglauben brechen, zeitgenössische Musik sei einfach nur atonal und für ein größeres Publikum unattraktiv. Gerade in der modernen Musik gibt es noch vieles zu entdecken, und damit sind wir mit der Juryentscheidung der 7. Brandenburger Biennale wieder in der Musikwelt einen Schritt weitergekommen und freuen uns, dies auch bald dem Brandenburger Publikum im Rahmen zweier Konzerte vermitteln zu können.“
Die „Studi per violino“ komponierte Vittorio Zago im Jahre 2004 und sie zählen nach seiner eigenen Aussage zu seinen besten Stücken. Sie sind sehr virtuos geschrieben und reichen zum Teil in der technischen Schwierigkeit an die Capricen von Niccolò Paganini heran, wenn auch in einer völlig anderen Tonsprache.
Studio 3 ist eine Abfolge von Tonleiterskalen, die harmonisch ständig wechseln und durch eingeschobene Akzente und dynamische Abstufungen variiert werden. Es entsteht der Eindruck einer flüssigen Bewegung in flüchtigem Charakter. ( Liquido, scorrevole e sfuggente)
Studio 5 ist eine Flageolett-Studie, gegliedert in einen 1.Teil , mit sich verdichtender rhythmischer und dynamischer Struktur und einem 2.Teil (con sordino), der wie in einem Abgesang in eine Reminiszenz von Studio 3 mündet. Aus einer eisigen Atmosphäre wechselt der Satz in einen warmen und verbindlichen Tonfall.
Studio 1 ist eine Triolenstudie mit großen Intervallsprüngen. Sie wird im Mittelteil durch abrupte fortissimo-Einwürfe unterbrochen und mündet in eine Vierteltonpassage in höchster Lage in dreifachem Forte. Eine Coda mit Stretta-Charakter beschließt das sehr virtuos gehaltene Studio 1.
Andreas Preißer
http://www.youtube.com/watch?v=OQwJnxXnuaY
http://www.youtube.com/watch?v=iqfGbW3srUc
http://www.youtube.com/watch?v=wcwBGZHNvOk
Youtube-Links von „saxsingspiel“
http://youtu.be/cNpKaiHRl5Y
So 11.1.2015 um 16:30 Uhr Studiobühne des Brandenburger Theaters
Al Voleo, vier Musiker aus Argentinien, Brasilien, Uruguay und Italien haben im Tango eine musikalische und kulturelle Identifikation gefunden. Bei diesem Quartett steht das Saxophon für das Bandoneon vom „Orquesta Típica“, gibt eine Originalität und Erfrischung, verbunden mit ganz neuen Klangmöglichkeiten und im Quartett mit Violine, Kontrabass und Piano wird ein Repertoire von traditionellen „Milonguitas“ bis Astor Piazzolla und noch weiter gehend bis zu brasilianischen Tangos von Ernestor Nazareth meisterhaft umgesetzt. Damit haben die vier 2009 den ersten Preis beim Libertango- Wettbewerb, Kategorie Ensemble, im italienischen Manciano eingespielt.
Sabina Egea Sobral, Saxophon
Juan Salvador Raya Castellano, Geige
Fabio Caggese, Kontrabass
Sergio Pontes, Klavier